Zum Weinen lecker

Echt, so einfach lässt sich Sahnemeerrettich herstellen? Das hätte ich altes Stadtkind ja nicht gedacht. Aber irgendetwas anstellen wollte ich schon mit der Wurzel, die mir eine liebe Kollegin vor einigen Monaten geschenkt hatte. Und so habe ich die dünnen, haarigen Mitbringsel nach ihrer Anleitung im Garten verbuddelt: leicht diagonal, die obere Spitze ungefähr 5 cm unter der Erde. Nun im Herbst wurde ich einfach zu neugierig ob der gewaltig großen Blätter, und habe dran gezogen. Eine dicke Wurzel hing dran, daneben viele dünne.

Sahnemeerrettich

Was daraus zaubern? Sahnemerrettich! Den essen wir vor allem auf Lachs, Käse- und Wurstbroten. Herr Grün von Herrgruenkocht.de hat mir bei der Herstellung geholfen und die einfache Rezeptur verraten:

50 g frischer Meerrettich
50 ml Sahne
1/2 TL Salz
1 TL Zucker
3 EL Weißweinessig.

Der Meerrettich soll zunächst gerieben werden, bevor alle Zutaten miteinander vermengt werden. Viele meiner Wurzeln waren aber sehr faserig (ich habe keine Ahnung ob das so gärtnertechnisch irgendwie problematisch ist). Deshalb habe ich kurzen Prozess gemacht und nach dem Schälen alles in den Häcksler gegeben. Drei, zwei, eins, lecker.

Eine fleischige Wurzelknolle und viele dünne – nach dem Schälen ist alles in den Mixer gewandert. Ich Idiot musste natürlich wieder ausprobieren, tief daran zu riechen. Es gibt Dinge, die kann man einfach mal unterlassen haben…
Für mich hat der Sahnemeerrettich ziemlich genau geschmeckt wie der gekaufte. In einem Blindtest hätte ich sicher nicht erraten, welcher der selbst gemixte ist.

Haltbar ist der Meerrettich in dieser Form nicht ewig, weil Sahne darin ist. Im Kühlschrank hält er sich trotzdem mehrere Tage bis Wochen. Mit der oben beschriebenen Rezeptur habe ich ein sehr kleines Glas gefüllt, das im Grunde auch recht schnell aufgebraucht ist.

 

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