Selbstgemachtes für einen besonderen kleinen Menschen

Wir haben unheimlich viel Spaß mit unserem kleinen Hinterwäldler, und er hoffentlich auch mit uns. Nur wird er viel zu schnell erwachsen und geht nun sogar schon in eine Kita am Fuß eines benachbarten Berges. Da sind die Wälder und Kletterpfade direkt vor der Haustür, und auch sonst sind die Mitarbeiter und Kinder robust was das Leben an der frischen Luft angeht. Auch die Allerkleinsten schlafen, krabbeln und spielen bei jeder Wetterlage draußen. In der regenreichsten Stadt Europas braucht es da ordentliche Wollkleidung, die auch nass noch warm hält. Der Kindergarten hat dafür eigens Aufklärungszettel an die Eltern verteilt: Fleece ist gut, Schaf ist besser. Als Handspinnerin brauchte man mir das natürlich nicht zweimal sagen, und schwupps waren die Stricknadeln gezückt.

Zuerst brauchten wir eine Mütze, die nicht verrutscht und den Hals warm hält. Ich weiß nicht ob es nur uns so geht, aber ich habe mich zwischendurch schon gefragt, ob klein Hinterwäldlers Ohren besonders tief oder schief sitzen, weil die Ohren bei fast jeder Mütze rausgerutscht sind. Zum Glück habe ich auf Pickles.no die Anleitung einer Mama gefunden, die mich verstanden hat: „Mum grew tired of the hat-on/hat-off-game, and made a hat that’s impossible to get off. This hooded hat also serves as a cowl and keeps head, neck and face warm.“ Gebongt!

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Die richtige Kleidung im Winter: Wolle, Wolle und nochmal Wolle.
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Winter in Bergen: die Aussicht der Kita
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Ich liebe diese Mütze

Danach kam eine Latzhose dazu. Auch bei dieser Anleitung („High waisted baby overalls“ für 5 USD), die ich auf Ravelry gefunden habe, hat von Anfang an alles gepasst. Durch die Träger und umgekrempelten Bündchen ist sie im Prinzip größenverstellbar.

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Weich und anschmiegsam
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Die Träger werden mit Holzknöpfen befestigt

So richtig viel Strickerfahrung habe ich nicht, aber diese zwei Anleitungen fand ich wirklich toll und vor allem einfach zu befolgen. Oft genug haben meine Strickstücke am Ende nicht gepasst, weil irgendetwas mit der Größe nicht hingehauen hat oder weil die Teile mit der Zeit ausgeleiert sind. Dieses Mal kam die große Erleichterung. Und die Lust, auch noch diese Handschuhe zu stricken, weil wir auch da irgendwie nie die passenden gefunden haben (zu eng, zu locker, Daumen weg oder unbehaglich – irgendwas war immer). Bevor es los geht freue ich mich aber erst einmal darüber dass klein Hinterwäldler mit warmen Gliedern die Welt erkundet, in dem Wissen, dass jede einzelne der Maschen mal eines Abends von Hand gestrickt wurde.

 

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