Porter-Brot

Neben ein paar Experimenten, die es leider nicht zu einem festen Bestandteil unseres Alltag gebracht haben, haben wir doch eine besonders wichtige Routine. Das Brotbacken. Ich mag es an anderer Stelle schon einmal geschrieben haben, aber ohne selbst gebackenes Brot kann ich mir meinen Alltag nicht mehr vorstellen. Dieser Unterschied, dieser mörderisch-duftig, krossig-verblüffende Unterschied! Meist essen wir ein bodenständiges Roggenmischbrot mit etwas Malzextrakt darin. Das ist einfach, schnell gemacht und schmeckt zu allen Aufstrichen und Belägen (am besten schmeckt es aber einfach nur mit Butter…). Ab und zu braucht es dann aber doch mal etwas „Besonderes“. Zum Beispiel ein Porter-Brot.

Statt Porter-Brot hätte ich vielleicht auch „Schwarzbier-Brot“ schreiben können. Allerdings ist das in Deutschland geläufige Schwarzbier (zumindest, wenn man die gängigen großen Marken kauft) einfach nur mit Malz eingefärbtes Pils. Porter hingegen ist ein traditionell obergäriges Bier mit kräftigeren Noten von Malz, Kaffee oder Schokolade. Die werden nur durch den verwendeten Hopfen und vor allem das (eventuell geröstete) Malz erzeugt. Reinheitsgebot-Freunde können sich also freuen :) Soweit, so gut. Nun aber zum Rezept. Für 2 Brote habe ich genommen:

  • 700 Gramm Roggenmehl
  • 300 Gramm Weizenmehl
  • 1 Hefewürfel
  • 300 Gramm Sauerteig
  • 2 Esslöffel Salz
  • 500 ml Porter (oder ein anderes Schwarzbier)
  • 100 ml Wasser
  • 1-2 Esslöffel Sirup oder Honig

Bevor es richtig losgeht, sollte das Porter auf Zimmertemperatur gebracht werden. Ich habe es dafür kurz auf dem Herd erwärmt. Laut Ratebeer.com ist das Porter, das ich genommen habe: seidenweich, etwas süßlich mit einem röstmalzigen Hauch von Schokolade und Kaffee. „Ein Erlebnis für sich“. Na, im Brot ist’s auch ganz gut :)

Hier steht das Porter "Sumbel" von der Ægir Brauerei
Hier steht das Porter „Sumbel“ von der Ægir Brauerei

Ist das Bier lauwarm, kann der Hefewürfel darin aufgelöst werden. Danach folgen alle anderen Zutaten, die kräftig und mindestens 10 Minuten lang miteinander vermengt werden sollten.

Brotteig
Die Sirup- oder Honigmenge kann je nach gewünschter Süße variieren

Der Teig sollte nun mindestens 30-45 Minuten ruhen und zwischendurch ein- bis zweimal durchgeknetet werden. Nach dieser Zeit können die Brotlaibe geformt werden. Alternativ kann der Teig natürlich auch in Formen gegeben werden. In jedem Fall sollte die Masse danach noch einmal mindestens eine halbe Stunde ruhen und sich ausdehnen dürfen.

Nun kann der Ofen auf 240°C Ober- und Unterhitze vorgewärmt werden. Schießt die Brote ein, lasst sie 10 Minuten anbacken und regelt die Temperatur dann auf 220 Grad herunter. Nach 35 Minuten sollte euch ein malzig-süßes Bierbrot entgegenduften.

Porter-Brot
Porter-Brot

 

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