Neuland. Oder: Was wir heute nicht schaffen, das schaffen wir in 20 Jahren

Neues Land, neues Leben. Aufregend! Gut einen Monat sind wir nun hier in Brandenburg, aber der Boden unter den Füßen schwankt immer noch ein wenig. Wir suchen noch nach den Routinen, die den Alltag einfacher machen, und jeder Tag ist ein bisschen anders (und manchmal ganz schön chaotisch). Aber das macht nichts, wir versuchen uns Zeit zu lassen beim Ankommen und uns nebenbei langsam durch das bürokratische Labyrinth zu schieben. Immer ein Schritt nach dem anderen…

neuland2Klein Hinterwäldler kann auf dem Hof so richtig Kind sein. Damit wäre der erste Herzenswunsch schon erfüllt. Es fällt mir unheimlich schwer mir vorzustellen, dass er sich vor ein paar Wochen noch in einer kleinen Stadtwohnung die Zeit vertrieben hat. Jetzt entdeckt er jeden Tag eine neue Ecke, einen neuen Stall, eine neue Landmaschine. Schippt sand, gießt Blumen und, okay, fällt in Brennnesseln. Und ich freue mich darauf, ihn das erste mal auf einem Schlitten hinter dem Traktor zu sehen! Bisher sitzt er am liebsten oben drauf. Wir haben nämlich einen selbst gebauten zum Einzug geschenkt bekommen. Was für ein herrliches Geschenk! Und der fährt. Aber wie der fährt, hehe. Wir sind noch auf der Suche nach einem ordentlichen Namen.

neuland3Auch wenn wir noch viele Bauprojekte im Haus vor uns haben, freue ich mich stellenweise schon über den Vorher-Nachher Vergleich. Hier zum Beispiel die (noch nicht fertige) Küche im letzten und in diesem Jahr:

Kücheneuland1

Es mag am Anfang manchmal alles sehr überwältigend sein, aber ich bereue nichts. Im Gegenteil, ich freue mich auf alles, was da noch so kommen mag – und es kommt sehr viel! :D Was wir heute nicht schaffen, das schaffen wir dann im Laufe der nächsten 20, 30 Jahre. Den Gedanken mag ich gern.

Und wenn es ringsherum mal zu hektisch wird, dann freue ich mich über die frische Landmilch auf dem Frühstückstisch, den Fischreiher vor dem Haus, die Pferde vor der Kita, die Fledermäuse nachts über unseren Köpfen oder die Kraniche und Störche, die bis vor Kurzem noch zu Besuch waren.

Von der Brauerei, der Spinnstube, den Restaurationsprojekten (Fenster, Möbel und Co) und all den vielen anderen Ideen erzähle ich ein anderes Mal. Jetzt erst mal prost, wir sind da! Jawoll.

 

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