Löwenzahnsalat

Löwenzahn fetzt. Er sieht nicht nur nach guter Laune aus, seine sämtlichen Pflanzenteile bringen bei uns Menschen auch gesundheitlich einiges in Schwung. Nachdem wir die gesamte Pflanze als Tee geschlürft und die Blüten zu Wein und Honig verarbeitet haben, war es nun Zeit für den ersten frischen Wildpflanzensalat des Jahres.

Was kann Löwenzahn?

Die Frage ist fast, was er nicht kann. In unserem Artikel über Löwenzahntee hatten wir schon einmal beschrieben, wie Löwenzahn mit seinen vielen Vitaminen und Mineralstoffen zum Beispiel Kopfsalat ziemlich blass dastehen lässt. Durch seine Bitterstoffe wirkt Löwenzahn verdauungsanregend und unterstützt Niere, Galle und Leber. Auch Arteriosklerose, Bronchitis, Gelenkerkrankungen, Gicht, Hautleiden, Kopfschmerzen und Rheuma bietet er die grüne Stirn. Sagt jedenfalls die Volksmedizin.

Löwenzahn
Uns ist aufgefallen, dass wir immer viel zu schnell pusten ohne uns die Blüte genau anzusehen. Dabei sind Pusteblumen eine Schönheit für sich

Wie schmecken Löwenzahnblätter?

Löwenzahn enthält viele gesunde Bitterstoffe. Junge, frische Löwenzahnblätter sind aber deutlich weniger bitter als ihre erwachsenen Kollegen, besonders, wenn sie schon im Frühling oder Frühsommer gepflückt werden. Im Mund empfinde ich sie einige Sekunden lang als leicht bitter, gefolgt von einer interessanten Milde. Schmeckt gut. Angeblich kann man auch den letzten Rest Bitterheit loswerden, indem man die Blätter für eine Stunde in Salzwasser legt. Ich hab’s probiert und konnte geschmacklich keinen Unterschied zum ungebadeten Löwenzahn feststellen. Warum leichte Bitterkeit aber eine zu Unrecht verschmähte Geschmacksrichtung ist, und warum bitter gesund ist, wurde hier (ab Seite 2), hier und hier ganz anschaulich beschrieben.

Was kommt in einen Löwenzahnsalat?

Wenn ihr im Internet nach Rezepten für Löwenzahnsalat sucht, findet ihr zahlreiche Ideen für frisches Grün auf eurem Teller. Die reichen von einer schlichten Version mit Zwiebeln und Essig bis hin zu herzhaften Salaten mit anderem Gemüse, Brot, Bacon und Ei. Probiert’s einfach aus :) Auf der Seite von Kostbarenatur.net findet ihr Anregungen für süße und herzhafte Varianten.

Löwenzahnsalat
Hier haben wir nur Löwenzahnblätter, Zwiebeln, Balsamico-Essig, Öl und etwas Honig gemischt. Natürlich geht es auch aufregender, zum Beispiel mit Löwenzahnblüten oder Gänseblümchen, weiterem Gemüse, Speck und Ei, fruchtigerem Essig oder anderen süßen Dressings

Was ist beim Sammeln zu beachten?

Für Löwenzahnsalat können die jungen, frischen Blätter des Löwenzahns gesammelt und direkt verarbeitet werden. Natürlich spricht auch nichts gegen eine schöne Dekoration aus Löwenzahn- oder anderen essbaren Blüten :) Wir Stadtleute müssen nur ein wenig darauf achten, dass der gesammelte Löwenzahn nicht in der Nähe einer größeren Straße steht, weil er sonst zu belastet sein könnte. Außerdem gehören viele Löwenzahnbestände in die Pinkelzone von Hunden, was auch nicht gerade an Haute Cuisine erinnert. Darum pflücken wir die Blüten und Blätter am liebsten im Park auf einer größeren, abseits gelegenen Wiese. Spielplätze sollen auch gute Sammelorte sein, weil dort keine Hunde und wenig Müll zu finden sind.

Die Blüten des Löwenzahns werden am besten an einem sonnigen Vormittag gesammelt, wenn sie weit geöffnet und trocken sind. Dann ist das Aroma am besten und sie lassen sich gut verarbeiten.

Löwenzahnblätter
Kleine Löwenzahnernte: wir pflücken lieber wenige junge Blätter und können uns dann sicher sein, sie auch wirklich zu verbrauchen

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