Ist das Kunst(garn) oder kann das weg?

Ich stricke gelegentlich, aber nicht wahnsinnig viel. Dafür spinne ich um so lieber. Überall kullern hier Wollknäule herum und baumeln Wollstränge an Türklinken. Wohin nur mit dem ganzen Zeug? An die Wand natürlich! :) Früher habe ich gern mit meinem Kinder-Webrahmen kleine bunte Teppiche gewebt. Das hat einen Mordsspaß gemacht. Endlich ein Grund, ihn wieder aufleben zu lassen.

Der gekaufte Mini-Rahmen hat mich allerdings schnell dazu inspiriert, dauerhafte kleine Webrahmen aus Stöcken zu basteln. Die bilden gleich den Bildrand und können herrlich verknorkelt und gebogen aussehen, sodass lebendige, asymmetrische und naturnahe Bilder entstehen. Das vernichtet Wollreste, macht immer noch einen riesen Spaß und sieht, wie ich finde, auch ganz nett aus. Jedenfalls wenn man Kunstgarn mag. :)

Natures back IIb
Stöckchen und Bast sorgen für eine rustikale Einfassung

Anfangs hatte ich gehofft, dass die senkrechten Fäden („Kettfäden“) weniger verrutschen, wenn ich Rillen in die entsprechenden Stöcke schnitz. Das hat aber gar nichts gebracht. Ohne Nägel ist es trotz Rillen sehr schwer, den Kettfaden straff genug zu spannen. Deshalb sitzt er ziemlich rutschfreudig auf den Stöcken. Das Durchwursteln der unregelmäßigen Kunstgarne („Schussfäden“) bewirkt sein übriges. Als Freundin lebhafter, unregelmäßiger Bilder stört das aber herzlich wenig. Je unkitschiger, desto besser. Für mich jedenfalls :)

Hier ist selbst der Kettfaden aus Bast
Hier ist selbst der Kettfaden aus Bast
Detail
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