Grundsteinlegung und Einläuten der ersten Hofsaison

In ein paar Tagen flitze ich mit euch über den Hof und zeige, in welchen Ecken sich langsam etwas regt und wandelt. Die Betonung liegt übrigens massiv auf „langsam“, weil wir im Prinzip fast nur krank waren, aber dazu später mehr :) Heute war erst einmal ein bedeutsamer Tag: Der Tag unserer (mentalen) Grundsteinlegung und der Tag, an dem wir offiziell die erste eigene richtige Hofsaison eingeläutet haben. Wir sind happy!

Zum Einzug hatten wir ein ganz wundervolles Geschenk bekommen: eine Mosaik-Windrose der Töpferei Tecklenburg. Ein beglückend kreatives Geschenk, das vor ein paar Wochen ankam und seitdem im Wintergarten auf seine Entfaltung gewartet hat. Nur die Wahl der richtigen Stelle im Innenhof war nicht ganz einfach. Er wurde nämlich in der Vergangenheit ziemlich planlos und unansehnlich gepflastert, weshalb wir in den nächsten Jahren sicher noch den ein oder anderen Stein umdrehen werden. Davon sollte das neue Mosaik-Kunstwerk natürlich möglichst verschont bleiben. Am Ende war die richtige Stelle dann einfach mittendrin: man läuft direkt auf die Windrose zu, wenn man durch die große Einfahrt kommt.

Grundsteinlegung2
Möge sie uns Orientierung geben in den wilden Jahren, die da noch so kommen :)
Grundsteinlegung1
Und wie bekomme ich die Steine jetzt eigentlich in den Boden?!

Vor dem ersten Glücksgefühl musste ich allerdings erst einmal lernen, wie man Steine setzt. Erwähnte ich schon, dass ich das Internet liebe? Und lebenslanges Lernen sowieso. Die kurze Version lautet so: Der Untergrund aus Sand und Kies muss geebnet und am Ende idealer Weise mit einer Rüttelplatte verdichtet werden. Dadurch sacken die Steine später nicht ab und halten auch höheren Belastungen stand. Meine Arbeitsfläche war für solche Gerätschaften aber viel zu klein. Auf dem Untergrund rumzuhüpfen funktioniert hoffentlich auch… :) Da die Windrose die Himmelsrichtungen anzeigt, mussten wir logischer Weise noch Norden und Süden identifizieren. Erst dann konnte ich das Mosaik entsprechend legen und die Steine vorsichtig mit einem Gummihammer festklopfen. Die Fugen habe ich mit Fugensand gefüllt, damit das Regenwasser darin versickern kann.

Nach diesem Akt des inneren Aufbruchs war es endlich Zeit, die Hofsaison auch äußerlich einzuläuten. Das ist wörtlich zu nehmen: Für mich gehört auf jeden ordentlichen Hof eine Hofglocke. Woher ich das habe weiß ich nicht; vermutlich ist es wieder eine dieser Erinnerungen an den Hof meiner Großeltern. Wie so oft haben wir uns hierfür kein neues Produkt zugelegt, sondern einen betagten eisernen (anfangs stark verrosteten) Gockel über eBay ergattert, der eine ganz eigene Geschichte hat. Was der wohl schon alles gesehen hat?

Einläuten
Wann ist ein Hof ein Hof…? Wenn ne Glocke dranhängt!

Kein Brüllen mehr, wenn der Tee fertig zum Genießen ist. Stattdessen ein elegantes Bimmelimmelimmm :)

Das war ein guter Tag.

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