Grünkohlsmoothie. Superfood aus dem Garten

Kohl ist nahezu unschlagbar, wenn es um den Gehalt an Vitalstoffen geht. Kohl stellt mühelos die Superfood-Pülverchen in den Schatten, die es seit einigen Jahren in die Läden der Städte geschafft haben. Kohl sorgt dafür, dass es auch im Herbst und Winter etwas im Garten zu werkeln gibt… Aber muss man ihn deswegen gleich in den Mixer werfen? Ohja! Auf den Geschmack bin ich durch einen kleinen Smoothie-Stand hier in Bergen gekommen, an dem ich (vielleicht ja auch motiviert durch eine nervig hartnäckige Erkältung) verschiedene Versionen Grünkohlsmoothies geschlürft habe. Das Zeug war wirklich köstlich – will heißen, dass man den Grünkohl gar nicht geschmeckt hat. Das Getränk hat mich so überzeugt, dass ich auch zu Hause in die Produktion gegangen bin. Ohne viel Aufwand, für weniger Münzen und in noch mehr Geschmacksvariationen.

Die meisten von uns denken bei Grünkohl wahrscheinlich an den herzhaften Stand auf dem Weihnachtsmarkt oder an Grünkohl mit Pinkel. Seltener landet Grünkohl roh als Salat auf dem Teller oder zusammen mit Früchten und Kokosmilch im Mixer. Schade eigentlich, denn Grünkohl ist quasi das ganze Jahr über zu bekommen (in Zeiten der Tiefkühltruhen sowieso) und eine echte Vitalstoffbombe. Vitamin A, C, E und K, Eisen, Magnesium, Kalzium und Kalium, Beta-Karotin und Antioxidantien – all das steckt neben Ballaststoffen in Grünkohl.

Wie wird Grünkohl smoothig?

Da roher Grünkohl einen intensiven Geschmack hat, bei dem man nicht gerade an weiße Strände und Palmen denkt, sollten vor allem die jungen, zarten Blätter verarbeitet werden. Im Idealfall werden die Blätter kurz blanchiert (überbrüht) und danach eingefroren. Praktisch ist das für alle, die häufiger einen Smoothie trinken möchten und das Gemüse dann gleich im Tiefkühler parat liegen haben. Aus einer mittelgroßen Tüte Grünkohl wurde mit dieser Vorgehensweise eine handvoll grob pürierter Powermatsch, der deutlich milder und unauffällig im Geschmack ist.

Grünkohl
Grüne Vitalstoffdröhnung

Außerdem können dem Getränk Eiswürfel oder andere tiefgefrorene Zutaten beigemischt werden, damit der Grünkohl beim Mixen keinen Schaum an der Oberfläche bildet. Danach sollte der Smoothie bald getrunken werden, bevor er auf die Idee kommt, immer fester zu werden.

Inspiration für den Anfang

Mein momentaner Favorit schmeckt absolut nicht nach Kohl (mehr oder minder überraschter Kommentar von Daniel: „Das ist ja lecker, krass“) und geht so:

  • 1 handvoll Grünkohl, blanchiert und grob gehackt
  • 2 Äpfel
  • 1/2 Tasse Orangensaft, am besten frisch gepresst
  • 1 handvoll Ananas, frisch oder aus der Dose
  • 1/2 Tasse Kokosmilch.

 

Grünkohlsmoothie
Das Rezept ergibt drei kleine oder zwei große Gläser.

Man kann aber genauso gut anderes Obst, zum Beispiel Pfirsiche, allerlei Beeren, Grapefruit, Mango oder Kiwis reinwerfen. Mandelmilch, Soyamilch oder Wasser funktionieren auch statt Kokosmilch. Natürlich könnte auch weiteres Gemüse in den Mixer kommen. Oh, es gibt ja noch so viel zu probieren… Die nächste Version bei uns wird neben Grünkohl wohl Mango, Äpfel und Pfirsiche enthalten. Danach will ich mal probieren, eine regionale Variante zu mixen: mit Äpfeln, verschiedenen Beeren und Birne.

 

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