Eine Ode an die Birke. Oder: Helfer für Körper, Küche, Kleidung & Co

Birken sind schon ziemlich beeindruckende Bäume. Während sie heute häufig „nur“ dem schönen Anblick dienen, haben sie unsere Vorfahren noch aus ganz anderen Gründen in Freude versetzt. Die Rinde, der Saft, das Harz, die Blätter und die Knospen der Birke haben ihren Teil zur menschlichen Küchen-, Bad- und Kleidungsausstattung beigetragen. Wenn ein Baum eine eigene Ode verdient hat, dann die Birke!

Ohne dass wir es geplant hätten, haben wir auf diesem Blog schon häufiger von der Birke geschrieben. Ihre Knollen brauchten wir zum Herstellen einer Kuksa, weil sie ein besonders hartes Holz bietet. Auf der Birke wachsen Baumpilze, für die wir ganz besonders viel Verwendung als Tee und zum Feuermachen haben, nämlich der Schiefe Schillerporling und der Zunderschwamm. Daneben hat die Birke noch ganz andere Dinge auf dem Kasten: ihre biegsame Rinde bot früher ein gutes Material um Taschen, Matten, Geschirr und Behälter zu basteln. Birkensaft wurde durch gezielte Verletzungen der Rinde „geerntet“, bevor die Wunde wieder sorgsam mit Harz versiegelt wurde. Und schon vor 5000 Jahren kauten Steinzeitmenschen auf einem Kaugummi aus Birkenharz herum.

Junge, noch klebrige Birkenblätter

Auch wenn es mich irgendwann in den Fingern jucken wird, einmal einen Behälter aus Birkenrinde herzustellen, habe ich diesmal zwei einfachere Rezepte ausprobiert.

Birkenblättertee – Kur für Haut, Blase und Nieren

Für einen blutreinigenden und heilsam harntreibenden Tee benötigt man lediglich junge (noch leicht klebrige) Birkenblätter und/oder die Knospen der Birke. Zwei Esslöffel Birkenblätter werden dafür mit etwas Wasser übergossen. Bis Juni können die Blätter gesammelt und für später getrocknet werden.

Birkenblättertee

Birkenblätterpeeling

Eigentlich ist es ziemlich unnötig, sich überteuertes Peeling zu kaufen, wenn man bedenkt, wie einfach und schnell es selbst herzustellen ist. Für eine Version aus frischen Birkenblättern werden eine Hand voll Blätter mit 10 Esslöffeln Zucker und 50-70 ml Mandelöl (ein anderes hautfreundliches Öl geht natürlich auch) vermengt und kurz mit dem Pürierstab bearbeitet. Fertig ist die Rubbelkur:

Einfache Zutaten für ein pflegendes Peeling
Birkenblätterpeeling

Ich habe das Peeling innerhalb weniger Wochen verbraucht, ohne dass es schlecht geworden ist. Darüber hinaus habe ich leider keine Ahnung, wie lange das Peeling haltbar ist. Zum Glück ist ja schnell neues angerührt. :)

Quellen und weitere Verwendungsmöglichkeiten für die Geschenke der Birke findet ihr außerdem hier:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.