Calendula-Creme herstellen

Gastbeitrag von: Schwesterherz

Da Ihr ja auf der Suche nach Ideen und Rezepten für eine Gesichtscreme wart, möchte ich Euch heute „mein“ Rezept vorstellen. Gefunden habe ich es auf der Website „www.meinekosmetik.de“. Auch wenn die Herstellung auf den ersten Blick aufwendig und kompliziert erscheint – das Ergebnis ist eine reichhaltige, aber trotzdem leichte Creme, die schnell einzieht und keinen Fettfilm hinterlässt. Und das allerbeste ist, dass man die Creme individuell „verfeinern“ kann – sei es durch ätherische Öle oder zusätzliche Pflegestoffe. Einmal ausprobiert beglücke ich seitdem mich, Familie und Freunde regelmäßig mit dieser Creme.

Das solltet Ihr griffbereit haben:

Zunächst einmal zur Grundausstattung (die Anschaffung lohnt sich, wenn man sich gern längerfristig im Naturkosmetikbereich austoben möchte):

  • 2 Bechergläser
  • Rührspatel
  • Thermometer
  • Feinwaage

Für ca. 75 ml der Creme benötigt man:

  • 13 g Calendulaöl (Ringelblumenöl auf Sojabasis)
  • 4 g Cetyalkohol (durch Hydrierung der Fettsäure Palmitinsäure aus Palm- oder Kokosöl gewonnen)
  • 4 g Emulsan II (pflanzlicher Emulgator; aus Palmitin- und Stearinsäure und Glucose hergestellt)
  • 60 g Wasser
  • 10 Tropfen Grapefruitkernextrakt (natürlicher Konservierungsstoff; aus Kernen und Schale der Grapefruit gewonnen)
  • 10 Tropfen Kaliumsorbat 1:5 (natürlicher Konservierungsstoff; Kaliumsalz der Sorbinsäure)
  • Zusatzoptionen: ätherische Öle (ca. 1 – 3 Tropfen)

    Die Inhaltsstoffe auf einen Blick

Die Zubereitung erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl und Geduld. Wenn man sich jedoch Zeit lässt und ruhig arbeitet, ist die Herstellung kein Problem.

Und so geht’s:

  • Calendulaöl und Cetyalkohol abwiegen und in ein Becherglas geben. Die Mischung langsam (!) erhitzen, bis sich der Cetylalkohol vollständig aufgelöst hat. Ich stelle das Becherglas dazu direkt auf die Herdplatte – bei der Verwendung von alten Marmeladengläsern würde ich eher die Herstellung im Wasserbad empfehlen.
  • In der Zwischenzeit Wasser abkochen und in das zweite Becherglas geben. Nun erfolgt die kontinuierliche Überwachung, bis das Wasser auf 63 Grad Celsius abgekühlt ist.

  • Sobald sich der Cetylalkohol aufgelöst hat, das Emulsan hinzufügen. Wenn sich der Emulgator vollständig gelöst hat, wird die Fettmasse auf 63 Grad Celsius erhitzt.
  • Wenn Wasser und Fett die gleiche Temperatur von 63 Grad Celsius haben (die gleiche Temperatur ist wirklich wichtig – notfalls das Wasser noch einmal auf der Herdplatte kurz erwärmen) wird das Wasser zügig unter ständigem Rühren in die Fettphase gegeben.
  • Die Mischung von der Herdplatte nehmen und rühren, rühren, rühren. Zunächst ist die Masse gelblich und wird nach und nach weißer und fester.

  • Bei Handwärme die Konservierungsstoffe und Zusatzstoffe nach und nach einrühren. Durch den Einsatz des Grapefruitkernextraktes wird die Creme kurzzeitig ein wenig instabil – durch kräftiges Rühren kann das jedoch wieder behoben werden.
  • Die kaltgerührte (ja – Ihr rührt immer noch!) Creme in Töpfchen abfüllen.

    Fertig ist die Creme

Noch ein paar Worte zu den Konservierungsstoffen: Der Einsatz von Konservierungsstoffen klingt erst einmal nach purer Chemie und nicht nach Naturkosmetik…da die hier verwendeten Stoffe jedoch „natürlich“ sind und in Lebensmittelqualität eingekauft werden, bin ich der Meinung, dass ein Einsatz auch im Bereich der Naturkosmetik durchaus legitim ist. Das Grapefruitkernextrakt wirkt hierbei antibakteriell, das Kalimsorbat gegen Hefe- und Schimmelpilze.

Die beiden Konservierungsstoffe können natürlich auch ausgespart werden – so leidet meinen Erfahrungen nach allerdings die Haltbarkeit der Creme enorm und ein Verderben ein paar Tage nach dem Anrühren ist keine Seltenheit. Mit Einsatz der Konservierungsstoffe hält sich die Creme bis zu 2 Monaten – vor allem, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Als Zusatzstoffe können ätherische Öle wie z.B. Lavendel- oder Rosenöl verwendet werden. Neben hautberuhigenden und entzündungshemmenden Eigenschaften ist die leichte Parfümierung ein Dufterlebnis, auf das ich nicht mehr verzichten mag.

Ich hoffe, Ihr habt ein wenig Lust bekommen, das Rezept auszuprobieren…und falls es an Zeit, Muße, Zutaten … fehlt: Vielleicht lohnt sich ein kleiner Blick in meinen Dawanda-Shop Sichelmond… :)

 

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