Buchempfehlung: Back to Basics (Reader’s Digest)

Was die Selbstversorgung in Haus, Garten und Stallungen angeht sind amerikanische Blogs immer wieder einen Besuch wert. Wo im deutschsprachigen Raum gern mal Skepsis, Misstrauen oder sogar Ekel walten, wird auf vielen amerikanischen Blogs die Selbstversorgung des 19. und 20. Jahrhunderts gefeiert. Vom Abkoppeln von der regionalen Stromversorgung bis zum Hausschlachten gibt es dort richtig viel zu entdecken.

Meine jüngste Inspiration ist das Buch „Back to Basics. How to learn and enjoy traditional American skills“, das ich durch den Blog Simply Self Sufficiency gefunden habe. Es ist ein wunderbares Buch von 456 reich bebilderten Seiten, die die unzähligen Fähigkeiten und Methoden der Selbstversorgung vorstellen und dabei richtig Lust auf mehr machen. Das Buch ist nur noch gebraucht erhältlich, denn es wurde 1981 veröffentlicht und wird nicht mehr gedruckt.

Meine einzige Kritik gleich vorweg: ich sehe gar nicht ein, was an diesen tollen Fähigkeiten des Lebens und Überlebens ausschließlich amerikanisch sein soll. Aber gut, ignorieren wir das für eine Weile…

Das Buch ist, kurz gesagt, ein Allrounder in Sachen Selbstversorgung. Seine Kapitel sind in sechs große Themen eingeteilt:

  1. Land: Buying it – Building on it
  2. Energy from wood, water, wind, and sun
  3. Raising your own vegetables, fruit, and livestock
  4. Enjoying your harvest the year round
  5. Skills and crafts for house and homestead
  6. Recreation at home and in the wild.

Innerhalb dieser Themenblöcke beschreiben die Autoren auf jeweils zwei bis maximal vier Seiten, wie man…. vor dem Kauf sein Land aussucht, aus Bäumen Balken schlägt, Kamine baut, verschiedene Energiequellen für sich nutzt, ökologisch gärtnert, Brunnen baut, Nutztiere hält und schlachtet, wie man einmacht, dörrt, Bier braut, spinnt, Naturfasern färbt, Käse macht, Möbel baut, Seife herstellt, Körbe flicht, und, und, und….

Der Stil des Buches erinnert mich sehr an „Das neue Buch vom Leben auf dem Lande“ von John Seymour, weil es jedes Thema anreißt, in wenigen Schritten erklärt und mit Bildern Lust auf mehr macht. Für diesen Fall wird für jedes Thema weiterführende Literatur empfohlen (die in diesem Fall gänzlich auf englisch ist.)

Hier ein paar Impressionen:

Von den Grundtechniken des Webens
Vom Bau einer Sauna nach indianschem und modernem Vorbild
Mein Lieblingskapitel: Wie man seinen Garten zum Paradies für Wild macht

Für mich, die ich weder Garten noch Hof habe, ist das Buch eine große Inspiration um weitere Fähigkeiten der Selbstversorgung zu entdecken. Viele davon werde ich mit Sicherheit bald noch ausprobieren, zum Beispiel das pflanzliche Färben, das Weben und das Einmachen von Obst und Gemüse. Durch die kurzen Kapitel ist das Buch ideal zum Schmökern, Ideen suchen und Querlesen.

Gänzlich vollständig ist das Buch sicher nicht; es enthält zum Beispiel keine Kapitel über das Herstellen von Wein, Kosmetika (außer Seife) oder Heilmitteln. Eine schöne Sammlung für den Nachttisch ist es aber auf jeden Fall.

Das Buch in Kürze:

 

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